Ängste, Phobien, Traumata, Süchte

Angst-Diagnostik

Bei einer Ausbildung in Angsttherapie mit Hypnose ist einer der ersten wichtigen Schritte das Erlernen einer soliden Angstdiagnostik. Ängste sind therapeutisch mit sehr viel Vorsicht zu behandeln. Auch bei stabil wirkenden Klienten kann im Hintergrund eine ernsthafte Störung stehen. Es wäre also fatal, eine Angst aufgrund ihrer oberflächlichen Ausprägung als „nicht so schlimm“ abzutun. Eine Angststörung kann erst dann wirklich beurteilt werden, wenn sie auf fachkundige Weise sauber analysiert und diagnostiziert wurde. Das Thema Angststörungen ist komplex und voll versteckter Signale, die auf andere psychische oder somatische Erkrankungen hinweisen können. Manche Ängste, Phobien oder Zwänge können sogar die Vorboten sehr ernster Erkrankungen wie bspw. einer beginnenden Schizophrenie sein. Es gibt keine Pauschal-Therapie bei Ängsten sondern die Vorgehensweise muss immer individuell an das vorhandene Störungsbild angepasst werden, um den Tatsächlichen Bedürfnissen des Klienten gerecht zu werden. Die Hypnose ist eine sehr gut geeignete Methode für die Therapie von Ängsten, sie wurde aber schon mehrfach von übermütigen Hobby-Hypnotiseuren in Verruf gebracht, die mit völlig ungeeigneten Herangehensweisen an Angstpatienten hypnotische herumexperimentierten und damit mehr Schaden als Nutzen brachten.

In den letzten Jahren hat sich deshalb in der Hypnose einiges getan, was die Behandlung von Ängsten angeht. Grund dafür ist, dass bis vor ein paar Jahren (und teilweise leider sogar noch heute) Hypnotiseure ohne medizinische Zulassung die Behandlung bestimmter Ängste und Phobien wie z.B. der Flugangst oder der Spinnenphobie angeboten haben ohne jemals eine wirkliche Ausbildung in Diagnostik genossen zu haben oder geeignete therapeutische Interventionen für Angststörungen zu beherrschen. Erfahrungsgemäß ist eine einzelne Angst oder Phobie bei einem großen Prozentsatz der Klienten nur die Spitze des Eisbergs. Behandelt man einen Klienten nun blindlings wegen einer bestimmten Phobie ohne die Gesamtsituation zuvor diagnostisch zu klären und bei Bedarf weitere Hintergründe zu berücksichtigen, läuft man Gefahr, am eigentlichen Problem vorbeizubehandeln und die Ängste im Zweifel noch schlimmer werden zu lassen. Aus diesem Grund wurde und wird seitens der Gesundheitsämter und großer Verbände massiv gegen den unerlaubten und unqualifizierten Einsatz von Hypnose in der Angsttherapie vorgegangen. Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Seminarteilnehmer ihr Handwerk wirklich beherrschen und geben gleich zu Anfang eine intensive Einführung in die Angstdiagnostik und zeigen deutlich Möglichkeiten und Grenzen auf, wobei auch der Umgang mit Grenzfällen unterrichtet wird (was mache ich, wenn ein Klient einer anderen Behandlung bspw. mit Medikamenten bedarf?).

Wenn die Teilnehmer fundiert mit der Diagnostik vertraut sind, gehen wir über zu den Behandlungskonzepten der Hypnosetherapie, die sich nun auf einzelne Diagnosen anpassen lassen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Absolventen ihre Tätigkeit wirklich qualifiziert ausführen können und den Anforderungen des hypnotherapeutischen Alltages in Bezug auf Angststörungen gerecht werden. In der Ausbildung Angsttherapie lehren wir zudem neueste Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft in Bezug auf somatische oder genetische Quellen von Angststörungen und empfohlener Behandlungsformen für solche Fälle. Damit sind die Teilnehmer unseres Seminars zur Behandlung von Ängsten, Zwängen und Phobien diagnostisch auf dem allerneuesten Stand und teilweise kompetenter als viele Therapeuten, die schon lange in der Angsttherapie arbeiten. Dieser Wissens-Vorsprung ist sinnvoll, um sich mit einer Hypnose-Praxis am Markt etablieren zu können. Denn gerade in einem so speziellen Bereich der Psychotherapie zählt eine hohe Kompetenz, um bei Klienten und Kollegen Anerkennung zu finden und erfolgreich zu arbeiten.

Panikattacken

In der Behandlung von Panikattacken zeigen Hypnose und Hypnosetherapie besondere Stärken. Panikattacken entstehen oft aufgrund einer Unruhe und Reizung des Nervensystems, die sich „hochschaukeln“ kann.

Die Hypnose kann hier eine schnelle Intervention sein, die oft schon ab Behandlungsbeginn die Panikattacken stoppt, da sie den Klienten entspannt und seinem Nervensystem wieder die Ruhe ermöglicht, die es benötigt um störungsfrei arbeiten zu können. Bei der Behandlung von Panikattacken ist es besonders wichtig, die tatsächliche Ursache zu erforschen, da diese auch oftmals außerhalb des psychischen Bereichs liegt.

In vielen Fällen sind auch Allergien, Infektionen oder chronische Belastungsstörungen für das Auftreten von Panikattacken verantwortlich. In der TherMedius® Ausbildung Angsttherapie lehren wir neben den hypnotherapeutischen Vorgehensweisen auch die diagnostischen Merkmale, die entscheidend dafür sind, dass Sie Panikattacken richtig einordnen und ein fallgerechtes Behandlungskonzept erstellen können.

Dies ist wichtig, um dem Klienten eine optimale Therapie zu ermöglichen und im Zweifel abgrenzen zu können, was mittels Hypnose und Hypnosetherapie möglich ist und in welchen Fällen anderweitige Unterstützung hinzugezogen werden sollte.

Als Therapeut sind Sie mit einem leistungsstarken Konzept zur Behandlung von Panikattacken hervorragend aufgestellt, denn immer mehr Menschen leiden unter einer Panikstörung und sind oft vergeblich auf der Suche nach einer wirksamen Unterstützung. Grund dafür ist, dass herkömmliche psychotherapeutische Herangehensweisen oft nicht den Kern der Problematik – die hohe Erregung im Nervensystem – treffen und sich nur auf der kognitiven Ebene bewegen. Mit Hypnose und Hypnosetherapie haben Sie die Möglichkeit, eine andere Intensität zu erreichen, die in vielen Fällen sehr schnell weiterhelfen kann.

Spezifische Phobien

Spezifische Phobien sind Ängste, die sich ganz konkret auf einzelne Objekte oder Situationen beziehen.

Typische spezifische Phobien sind zum Beispiel die Angst vor Spinnen oder Flugangst.

Hypnose bei Zwängen

Obwohl Zwangsstörungen aufgrund ihrer neurologischen Ursachen nicht unbedingt in der Kategorie Ängste und Phobien zuzurechnen sind, haben wir sie dennoch aufgrund der thematischen Nähe in dieses Ausbildungsmodul integriert.

TherMedius® lehrt für die Behandlung von Zwangsstörungen einen speziellen Ansatz aus der Neurologie, der die Hypnose mit der Verhaltenstherapie kombiniert und damit ein Maximum an Wirksamkeit bietet.